Die verschiedenen politischen Positionen ordnen wird in klassischer Art und Weise den politischen Ausrichtungen von Links und Rechts zu. Danach steht die Linke vor allem für:
Die Rechte steht danach gegenteilig vor allem für:
In aktuellen Debatten kann vereinzelt beobachtet werden, dass linke Parteien für rechte Positionen kämpfen und rechte Parteien dagegen. So gibt es beispielsweise in Europa linke Parteien, die für mehr Überwachung digitaler Kommunikation und Einschränkung des Sagbaren, bspw. sowie eine Stärkung des Militärs kämpfen, während rechte Parteien, bspw. der RN Rassemblement National (FR), die AfD Alternative für Deutschland, (DE), die PVV Partij voor de Vrijheid (NL) oder die FPÖ Freiheitliche Partei Österreichs (AT), dagegen sind. Diese, genannten Positionen gehören aber klassisch zum rechten politischen Spektrum und werden von uns auch weiterhin dem rechten politischen Spektrum zugeordnet. Die dänischen Sozialdemokraten, die Socialdemokraterne, vertreten eine linke Sozial- und Steuerpolitik mit höheren Steuern für Reiche und umfangreiche Sozialleistungen, aber eine rechte Einwanderungspolitik mit starker Einschränkung in der Zuwanderung. Es ist allerdings nicht ungewöhnlich, dass vor allem gemäßigte linke und gemäßigte rechte Parteien sowohl linke als auch rechte Positionen vertreten, da deren Mitglieder oft eine große Bandbreite politischer Positionen vertreten.
Auch, dass extreme linke, meist kommunistische Regierungen diktatorisch regiert haben, widerspricht der Zuordnung nicht, da der starke, autoritäre Staat von Linken zwar als Mittel zum Zweck, aber nicht als Ziel angesehen wird, während Rechte diesen oft als Ziel ansehen.
Wir sehen diese Zuteilung der einzelnen Positionen ebenso nicht als überholt an, auch wenn einzelne Parteien dies gern so sehen würden. Die einzelnen Positionen lassen sich in ihrer Grundlogik alle entweder auf die Stärkung der Gleichheit der Menschen und der Gesellschaft oder auf die Stärkung des Individuums und der Freiheit des Einzelnen zurückführen. Damit kann beispielsweise über eine Faktoranalyse recht gut ermittelt werden, dass Menschen, die sich eher dem linken politischen Spektrum zuordnen lassen, überaus viele linke Positionen in starkem Maße vertreten und eher selten rechte. Für Menschen aus dem rechten politischen Spektrum gilt dies umgekehrt. Lassen sich Menschen keinem der beiden Spektren genau zuordnen, vertreten sie meist in allen Positionen abgeschwächte linke und rechte Positionen. Menschen, die sowohl viele linke als auch viele rechte Positionen in starkem Maße vertreten, sind dagegen nur sehr selten zu beobachten.